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„Neboť to bylo řízení Hospodinovo ...“ Hebrejské prameny ke třicetileté válce
"And the Lord added it ..." Hebrew sources of the Thirty Years War

Author(s): Martha Keil
Subject(s): Jewish studies
Published by: Zidovské muzeum v Praze

Summary/Abstract: Kurz nach dem Friedensmahl in Nürnberg am 25. September 1649 stellte ein Zeitgenosse fest, dass der Westfälische Frieden „den dreißigjährigen Krieg nachgehends erfreulich geendet“ habe. Die ,Schlusshandlung‘ mit der Unterzeichnung der Friedensverträge sei „hauptsächlich eine Göttliche Gnaden-Schenkung“. Die Bezeichnung ,Dreißigjähriger‘ für diesen Krieg erfolgte also nicht mit langem zeitlichen Abstand, sondern aus der aktuellen Perspektive: Den Überlebenden war schmerzlich seine ungewöhnlich lange Dauer und Härte bewusst. Die Brutalität und Zerstörung hatten ein bis dahin kaum bekanntes Ausmaß erreicht und die traumatisierten Opfer bedurften der kollektiven wie auch der persönlichen Aufarbeitung. Juden wie Christen in ihrem streng religiös geprägtenWeltbild fanden in den Gräueln die Bestätigung des biblischen, insbesondere prophetischen Deutungskonzepts, dass das Leiden die Strafe für die eigenen Sünden darstelle und sich Gott dafür der Kriegsgewalt und ihrer Vollzieher bediene.

  • Issue Year: XLVI/2011
  • Issue No: Suppl.
  • Page Range: 275-291
  • Page Count: 17
  • Language: Czech