DIE SPÄTBRONZEZEITLICHE HÜGELNEKROPOLE VON BICAZ (KREIS MARAMUREŞ, RUMÄNIEN) Cover Image
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NECROPOLA TUMULARĂ DIN BRONZUL TÂRZIU DE LA BICAZ (JUD. MARAMUREŞ, ROMÂNIA)
DIE SPÄTBRONZEZEITLICHE HÜGELNEKROPOLE VON BICAZ (KREIS MARAMUREŞ, RUMÄNIEN)

Author(s): Carol Kacso
Subject(s): History
Published by: Muzeul National al Unirii Alba Iulia
Keywords: Bicaz; Hügelnekropole; Bronzedepot; Spätbronzezeit; Lăpuş-Gruppe; Bicaz; necropolă tumulară; depozit de bronzuri; Bronz târziu; grupul Lăpuş

Summary/Abstract: Die Tumuli von Bicaz erstrecken sich auf einer milden, länglichen Anhöhe, in ost-westlicher Richtung, sowie auch in den benachbarten, teils bewaldeten, teils als Weidegründe benutzten Zone, an der Togul Nemţilor und Pădurea Holmuri genannten Stellen. Es wurden 31 Tumuli registriert, manche von beeindrucken Dimenssionen, die über 8 m hoch sind und einen über 60 m großes Durchmesser haben. Ihre Anzahl ist aber sehr wahrscheinlich größer. 1978 habe ich in einem der Hügel eine Kontrollgrabung durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind nicht völlig konkludent; es wurden trotzdem manche Konstruktionselemente des Denkmals präzisiert. Der Tumulus wurde in zwei Etappen errichtet. In der ersten Etappe wurde ein kleiner Hügel mit 1 m Höhe aufgebaut. In der Mitte dieses Hügels wurde eine riesige Grube eingetieft, deren genaue Tiefe konnte nicht festgestellt werden, trotz der Tatsache, dass unsere Grabung bis -5,30 m fortsetzte. In der Grube wurden nur wenige Scherben entdeckt. Solche Funde fehlen aber aus dem erforschten Teil des kleinen Hügels. An seinem südlichen Rand befand sich ein Verbrennungsplatz mit einer großen Menge von kalzinierten, tierischen Knochen. Hier wurden auch verzierte Geweihtrensenfragmente, ähnlich jenen von Lăpuş, entdeckt. In der zweiten Aufbauetappe des Tumulus wurde mit einem Lehmmantel der kleine Hügel und der Verbrennungsplatz bedeckt. In diesem Mantel kamen noch sporadisch Keramikfragmente vor. Menschliche Knochen erschienen gar nicht, es ist aber möglich, dass sie in den noch nicht gegraben Teilen des Tumulus anwesend sind. Die entdeckten, schwarz-rot farbigen Keramikfragmente, die mit Kanneluren oder Kerbschittmotiven verziert sind, weisen auf eine chronologische Einordnung des Tumulus in eine mit der zweiten Phase der Nekropole von Lăpuş synkronisierte Etappe hin, und zwar in die Phase Spätbronzezeit 3 (ältere Urnenfelderzeit). In der Nähe der Hügel kamen zwei Bronzedepots vor. Diese sind die größten, die bis jetz im Norden, Nordwesten Siebenbürgens entdeckt wurden. Sie wiegen gemeinsam fast 1000 Kilo. Beide datieren ebenfalls in die Phase Spätbronzezeit 3.

  • Issue Year: 54/2017
  • Issue No: 1
  • Page Range: 189-209
  • Page Count: 21
  • Language: Romanian, German
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